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Schwarz-weiß-schwarz mit Schlappohren
Das Deutsche Sattelschwein ist „Gefährdete Nutztierrasse des Jahres 2006“
Nach 1990 wurde das Deutsche Sattelschwein 2006 erneut zur „Gefährdeten Nutztierrasse des Jahres“ gewählt. Angesichts eines Gesamtbestands von nur noch 200 Tieren gilt das Sattelschwein als extrem gefährdet. Der Name stammt von der auffallend schwarz pigmentierten Haut mit weißer Zeichnung in der Brustlage, die einem Sattel ähnelt.
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Bunt flatternd im Sommerwind
Der Schwalbenschwanz ist „Schmetterling des Jahres 2006“
Der Schwalbenschwanz wurde zum „Schmetterling des Jahres 2006“ gekürt. Er zählt zweifellos zu den schönsten europäischen Tagfaltern. Der Schwalbenschwanz bevorzugt blütenreiche Wiesen und Trockenrasen, kommt aber auch in Gärten mit Möhrenbeeten, Fenchel oder Fliederbüschen vor. Mit bis zu acht Zentimetern Spannweite ist der wanderfreudige Falter einer der größten heimischen Schmetterlinge.
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Ein Chamäleon unter den Spinnen
Die Veränderliche Krabbenspinne ist Spinne des Jahres 2006
Die Tarnung der Weibchen ist nahezu perfekt.
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Die Veränderliche Krabbenspinne, Misumena vatia, ist in vielerlei Hinsicht einzigartig. Jetzt gelang der Art noch eine zusätzliche Besonderheit: 71 Juroren kürten sie für 27 europäische Staaten zur Spinne des Jahres 2006. In der Tat ist die Veränderliche Krabbenspinne ein Tier, dass diese Superlative verdient hat. So können die Weibchen beispielsweise ihre Körperfarbe aktiv wechseln und weiß, gelb oder grünlich gefärbt sein.
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Heilsame Blütenpracht im Steingarten
Der Echte Thymian ist Arzneipflanze des Jahres 2006
Weltweit gibt es über 300 verschiedene Thymian-Arten.
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Der Echte Thymian (Thymus vulgaris) – auch Garten-Thymian oder Quendel genannt – ist Arzneipflanze des Jahres 2006. Das Kraut zähle zu den wertvollsten Pflanzen bei Erkältungskrankheiten, begründet der „Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde“ an der Universität Würzburg seine Wahl. Ob als Gewürz, zur Insektenabwehr oder als Duftöl - der Halbstrauch macht nicht nur als Zierpflanze eine gute Figur, die Blätter sind auch vielseitig nutzbar.
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Runde Früchte mit saftigem Schmelz
Die Doppelte Philippsbirne ist regionale „Streuobstsorte des Jahres 2006“
Die Doppelte Philippsbirne ist zur regionalen Streuobstsorte des Jahres 2006 für Rheinland-Pfalz und das Saarland gekürt worden. Um 1800 in Belgien entstanden, gilt sie als gute Tafelbirne, die auch zum Einmachen verwendet werden kann. Kenner schätzen den saftigen Schmelz des Fruchtfleisches und den süßen bis feinherben Geschmack der gelben, ab September ernetreifen Birne.
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Insekt des Jahres 2006: der Siebenpunkt
Glücksbringer und eifriger Blattlausvertilger
Als Glücksbringer erfreut sich der Siebenpunkt-Marienkäfer großer Beliebtheit. Nun wurde der kleine Krabbler mit der wissenschaftlichen Bezeichnung Coccinella septempunctata zum „Insekt des Jahres 2006“ gekürt. Er ist auch deswegen so gerne gesehen, weil er große Mengen an Blattläusen vertilgt. Für die Menschen im Mittelalter war er gar ein Geschenk der Jungfrau Maria, daher der Name.
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Knallrote Erscheinung mit kräftigem Duft
Der Danziger Kantapfel ist regionale „Streuobstsorte des Jahres 2006“
In Baden-Württemberg ist der Danziger Kantapfel zur regionalen „Streuobstsorte des Jahres 2006“ gekürt worden. Einst war er vor allem in Frankreich, Holland und Deutschland weit verbreitet. Die Früchte sind recht druckempfindlich, weswegen der Kantapfel aus dem intensiven Niederstammobstbau praktisch verschwunden ist. Seine Frosthärte macht ihn aber zu einer idealen Sorte für Streuobstwiesen auch höherer Lagen.
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Weichtier des Jahres 2006: die Flussmuschel
Nachwuchssorgen am Bachgrund
Bis vor wenigen Jahrzehnten galt die Gemeine Fluss- oder Bachmuschel als häufigste heimische Fließgewässer-Muschel. Doch inzwischen sind die Vorkommen auf gerade mal ein Zehntel früherer Zeiten eingebrochen, es kommen kaum noch Jungmuscheln nach und in vielen Regionen ist die Art bereits ausgestorben. Grund genug, die Flussmuschel zum „Weichtier des Jahres 2006“ zu küren.
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Gemüse des Jahres 2006: der Kopfkohl
Butterkohl oder Filderkraut? Alles Kappes!
Honigbiene besucht Kohlblüten
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Ob nun als Kraut oder Kappes: Kohl in allen seinen Spielarten ist Deutschland so beliebt, dass uns die wenig freundlich gemeinte Bezeichnung „Krauts“ verliehen wurde. Der Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt (VEN) hat nun den Kohl, genauer den Kopfkohl, zum „Gemüse des Jahres 2006“ ernannt, weil die Zahl der angebauten Sorten immer weiter abnimmt. Hobbygärtner können für alte Sorten Vemehrunsgpatenschaften übernehmen.
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Flechte des Jahres 2006: die Caperatflechte
Runzliger Erstbesiedler mit Doppelgänger
Die Caperatflechte ist "Flechte des Jahres 2006". Erst seit rund zehn Jahren findet man die auffällige Flechte wieder häufiger an Bäumen in den deutschen Ballungszentren. Ein Grund hierfür ist die Entschwefelung der Kraftwerke und die Umstellung auf schwefelärmere Brennstoffe. Im Ruhrgebiet gehört sie zu den Erstbesiedlern von Bäumen – zum Beispiel rund um die Westfalenhütte in Dortmund.
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Wildtier des Jahres 2006: der Seehund
Ehrung für einen kulleräugigen Unterwasser-Jäger
Der Seehund ist das „Wildtier des Jahres 2006“. Der kulleräugige Unterwasser-Jäger lebt in der Nord- und Ostsee sowie an den Küsten des Nordatlantiks. Ausgewachsene Seehunde fressen pro Tag drei bis fünf Kilogramm Fisch. Noch bis ins 20. Jahrhundert hinein wurden sie als Nahrungskonkurrenten gnadenlos verfolgt und fast ausgerottet. Heute gibt es an der gesamten Nordseeküste wieder 14.275 Seehunde.
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Heilpflanze des Jahres 2006: die Melisse
Sanfte Medizin für Körper und Seele
Die Melisse ist Heilpflanze des Jahres 2006. Melisse wirkt entkrampfend, beruhigend und antibakteriell. Überall dort, wo rhythmische Abläufe gestört sind, kommt dieses Kraut zur Anwendung. Auch in der Küche ist die Melisse talentiert. Sie kann Süßspeisen und Getränke geschmacklich und optisch verfeinern und ist ein erfrischendes Gewürz für Salate. Wegen ihres zitronenartigen Geruchs wird sie meist „Zitronenmelisse“ genannt.
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Moos des Jahres 2006: das Quellmoos
Brandschutz und Anzeiger für sauberes Wasser
Das Quellmoos ist Moos des Jahres 2006. Auch Laien können diese Art leicht identifizieren, denn das Quellmoos wächst nicht etwa im Wald unter Bäumen oder auf Mauerkronen, sondern unter Wasser. Es bildet dabei in sauberen Bächen, Flüssen und Seen bis 40 Zentimeter lange flutende Büschel. Früher nutzte man angefeuchtetes Quellmoos als Brandschutz an offenen Feuerstellen.
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Stattliche Erscheinung im Laubwald
Orchidee des Jahres 2006: die Breitblättrige Stendelwurz
Breitblättrige Stendelwurz
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Die Breitblättrige Stendelwurz ist zur Orchidee des Jahres 2006 gewählt worden. Die Arbeitskreise Heimischer Orchideen (AHO) wollen damit darauf hinweisen, dass wegen Verschlechterungen der Lebensräume selbst recht häufige Arten wie die Breitblättrige Stendelwurz inzwischen lokal zurückgehen. Tatsächlich gehört die Breitblättrige Stendelwurz zu den in der Fläche am weitesten verbreiteten Orchideen.
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Die Schwarzpappel ist Baum des Jahres 2006
Einst Charakterart der Flussauen - heute vom Aussterben bedroht
20. Oktober 2005 Die vom Aussterben bedrohte Schwarzpappel wurde zum Baum des Jahres 2006 gewählt. Die ehemalige Charakterart der Flussauen ist so selten geworden, dass sie auf der Roten Liste bedrohter Pflanzenarten steht. Vor allem die Rodung von Flussauen und die Absenkung des Grundwassers zerstören den Lebensraum des imposanten Baumes, der bis zu 200 Jahre alt werden kann, teilte das Kuratorium Baum des Jahres mit. Die Schwarzpappel - botanisch Populus nigra - gehört zur Familie der Weidengewächse und verdankt ihren Namen der dunklen Baumrinde. Sie wächst bis zu 35 Meter hoch, der Stamm kann zwei Meter dick werden.
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Da freut sich der Aurorafalter
Wiesenschaumkraut ist Blume des Jahres 2006
Wiesenschaumkraut ist Blume des Jahres 2006
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Von April bis Juni verwandelt es Feuchtwiesen in ein Meer aus weißen und rosafarbenen Blüten. Jetzt wurde das Wiesenschaumkraut (Cardamine pratensis) von der Stiftung Naturschutz Hamburg und Stiftung zum Schutze gefährdeter Pflanzen zur Blume des Jahres 2006 ernannt. Obwohl die Feuchtwiesenart bundesweit als verbreitet gilt, will die Stiftung mit der Wahl auf die schleichenden Gefährdungstendenzen des Wiesenschaumkrautes durch Entwässerungsmaßnehmen aufmerksam machen.
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Fisch des Jahres 2006: die Koppe
Gut versteckt am steinigen Bachgrund
Die Koppe ist Fisch des Jahres 2006. Die auch Mühlkoppe oder Groppe genannte, bis 15 Zentimeter große Art bewohnt saubere Bäche und kleinere Flüsse mit steinigem Grund. Sie versteckt sich tagsüber und geht in der Dämmerung auf Jagd nach Insektenlarven, Bachflohkrebsen und Fischbrut. Als schlechter Schwimmer bewegt die Koppe sich mit gespreizten Brustflossen ruckartig über den Boden.
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Staude des Jahres 2006: der Phlox
Klassische Bauerngartenblume in vielen Varianten
Mit dem auch als Flammenblume bekannten Phlox hat der Bund deutscher Staudengärtner (BdS) eine klassische Bauerngartenblume zur Staude des Jahres 2006 gewählt. Vom Frühjahr bis in den Herbst erfreuen die zahlreichen Phlox-Arten und -Sorten mit ihren farbenfrohen und mitunter herrlich duftenden Blüten, die gerne von Nachtfaltern besucht werden. Heimat der wild wachsenden Phlox-Arten ist Nordamerika.
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Vogel des Jahres 2006: der Kleiber
Die Stimme unserer Buchen- und Eichenwälder
NABU und LBV haben den Kleiber zum „Vogel des Jahres 2006” gekürt. Damit folgt dem Uhu als größter Eule Europas nun ein kleiner Singvogel, der in Deutschland weit verbreitet ist. „Die Wahl des Kleibers ist ein Plädoyer für den Schutz von Buchen- und Eichenwäldern“, sagte NABU-Vizepräsident Helmut Opitz. Er steht stellvertretend für einen Lebensraum, der auch für viele andere Vögel wie Spechte, Meisen oder Greifvögel unverzichtbar ist.
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Pilz des Jahres 2006: der Ästige Stachelbart
Der korallenähnliche Pilz wächst auf vermoderndem Buchenholz
Der Ästige Stachelbart (Hericium coralloides)
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Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie (DGfM) hat den Ästigen Stachelbart zum „Pilz des Jahres 2006“ gewählt, um auf eine seltene und gefährdete Pilzart hinzuweisen, deren Lebensraum – alte Buchenwälder – geschützt werden sollte. Der Ästige Stachelbart beeindruckt vor allem durch sein exotisch anmutendes Äußeres. Bizarr geformt, unendlich verzweigt und blendend weiß, könnte man den Stachelbart eher für eine Südseekoralle halten.
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Hessische Lokalsorte 2005
Ditzels Rosenapfel
"Ditzels Rosenapfel" wurde von der hessischen Landesgruppe des Pomologenverein zur "Hessischen Lokalsorte 2005" gekürt. Der Apfel wurde um 1890 von der Familie Ditzel in Eckartshausen im Altkreis Büdingen gezüchtet. Der Baum ist anspruchslos an Boden und Klima und ist bis in mittlere Höhenlagen anbaufähig. Er ist besonders robust gegenüber Krebs und Schorf und nicht frostempfindlich.
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Biotop des Jahres 2004/2005: die Viehweide
Ein Lebensraum zwischen Verbrachung und Nutzungsintensivierung
Die Viehweide wurde zum Biotop des Jahres 2004 und 2005 gekürt. Wie das Naturschutzzentrum Hessen mitteilt, sind Viehweiden als vom Menschen und seinen Haustieren geprägtes Zivilisationsprodukt einerseits durch Nutzungsaufgabe und andererseits durch Nutzungsintensivierung bedroht. Die Palette der beweideten Lebensräume reicht vom Feuchtgrünland bis zum Trockenrasen und von Heiden bis zum Hutewald.
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